UN im Klassenzimmer: Simulation des Sicherheitsrats

UN im Klassenzimmer: Simulation des Sicherheitsrats


Am 30.01.2023 hat der Grundkurs in Sozialwissenschaften (Q2) von Herrn Mihci eine Simulation durchgeführt, bei der der Verein „UN im Klassenzimmer“ für eine Doppelstunde zu uns an die Schule gekommen ist. Zur Vorbereitung wurden verschiedene Länder bzw. Positionen an die Schülerinnen und Schüler verteilt, womit sie sich dann intensiv beschäftigt haben, um erfolgreich an der Diskussion und Simulation teilzunehmen. Als kleiner Exkurs: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen besteht aus fünf ständigen (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China) und zehn nichtständigen Staaten. Das Veto-Recht der ständigen Mitglieder steht immer wieder zu Diskussion, da dieses Recht einzelnen Staaten sehr viel Macht zuschreibt. Diese Macht konnte man während der Simulation auch deutlich spüren. 





Thema der Simulation war der Ukrainekonflikt vor Kriegsbeginn.
 
Zu Beginn haben sich alle zu ihren zugehörigen Tischen gesetzt und alle Delegierten eine Eröffnungsrede gehalten, bei der sich jedes Land vorgestellt hat und die zugehörige Postion deutlich gemacht wurde. Danach wurde der Resolutionsentwurf von dem Generalsekretär (dem Verein) gezeigt und alle Vorschläge ausdiskutiert bzw. durch Abstimmungen verändert. Immer wieder stand das Minsker-Abkommen oder ein möglicher Nato-Beitritt der Ukraine zur Diskussion. Hierbei wurde deutlich, dass alle Staaten ihre Interessen durchsetzen wollten – trotzdem mussten alle Staaten den anderen ein wenig entgegenkommen, um zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen. Diese schwierigen und teils komplizierten Diskussionen sieht Herr Mihci als bereichernd für den politischen Diskurs an und ergänzt: „Lieber Schülerinnen und Schüler in der Klasse, die politisch immer wieder scheitern und an Grenzen stoßen und dadurch merken, dass Politik kompliziertes Aushandeln ist, als Schülerinnen und Schüler, denen einfache und scheinbar unkomplizierte Lösungen vorgelegt werden.“ Am Ende der Simulation fand noch eine Feedback-Runde statt. Die Schülerinnen und Schüler fanden die Simulation produktiv, da sie einen guten Einblick in die UN und die politische Argumentation und Diplomatie erhalten konnten und sich in Positionen und Interessen verschiedener Staaten hineinversetzen konnten. Im Gegensatz dazu hätten sich die Schülerinnen und Schüler eine noch intensivere Ausarbeitung mit den einzelnen Ländern gewünscht. Alles in allem eine hilfreiche und interessante Simulation! 

Dilan Cakar (Schülerin der Q2)

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