Vortrag von Axel Reitz in der GSK - Ein Zeichen gegen Extremismus
Vortrag von Axel Reitz in der GSK - Ein Zeichen gegen Extremismus
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| Axel Reitz (l.) zusammen mit Schulleiter Dr. Hintze-Neumann |
Am 10. November 2025 hielt der ehemalige Neonazi Axel Reitz an der Gesamtschule Kürten einen öffentlichen Vortrag über seine Vergangenheit in der rechten Szene. Er berichtete offen über seine früheren Ideologien, seine damalige Vorstellung eines „besseren Deutschlands“ und darüber, wie er heute bewusst Abstand von all diesen Positionen nimmt. Besonders betonte er, wie sehr er sich inzwischen von seinen früheren Ansichten distanziert.
Ein weiterer zentraler Teil seines Vortrags beschäftigte sich mit seiner persönlichen Vergangenheit. Reitz schilderte seine Kindheit und die Faktoren, die ihn damals anfällig für extremistische Einflüsse machten. Obwohl sein Familienleben nach außen hin stabil und liebevoll wirkte, beschrieb er, dass jeder Mensch innere Belastungen und Probleme mit sich trägt. Er formulierte es mit den Worten: „Es gibt kein perfektes Leben, jeder hat seine Probleme.“
Ein Schlüsselmoment seiner Radikalisierung war laut Reitz eine Situation im Sozialkunde Unterricht: Seine Lehrerin kritisierte sein Referat über rechtsorientierte Parteien nicht nur heftig, sondern zerriss das Plakat schließlich vor der gesamten Klasse. Reitz schilderte, dass ihn dieses Erlebnis tief verletzte, weil er bereits zuvor oft das Gefühl hatte, seine Meinung sei nichts wert. Die öffentliche Bloßstellung verstärkte in ihm den Wunsch, sich „gehört“ zu fühlen. In dieser emotionalen Phase schrieb er schließlich ausgerechnet einer der Parteien, deren Logos auf seinem Plakat zu sehen war, der NPD. Das war der Beginn seiner späteren Rolle in der rechtsextremen Szene.
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| Axel Reitz' Rednerpult |
Axel Reitz' Ausstieg aus der Neonazi-Szene war das Ergebnis eines längeren Prozesses, der durch persönliche Zweifel an den Umständen in der rechten Szene und die Unterstützung durch ein staatliches Aussteigerprogramm sowie die Evangelische Kirche im Rheinland ermöglicht wurde.
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| Viele interessierte Zuhörer in der Aula der Gesamtschule Kürten |
Zusammenfassend hat sein Auftritt in der Gesamtschule Kürten
hoffentlich vielen gezeigt, dass Extremismus niemals eine Option sein sollte.
Ein Bericht von Timm Winkelmann




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