Jugendpresskongress in Berlin
Zu Gast auf dem Jugendpressekongress in Berlin
Wir, Isabell Hollfelder und Linnea Schöllnhammer, sind Zehntklässlerinnen und in der Schülerzeitung aktiv. Herr Scheid machte uns auf einen Jugendpressekongress in Berlin aufmerksam. Das Thema des Kongresses und die journalistische Arbeit interessierten uns sehr. Deswegen entschlossen wir uns, uns zu bewerben. Nach unserer Zusage sahen unsere Tage so aus:
Freitag:
Der Jugendpressekongress der „Young-Leaders“-Company fand dieses Jahr in Berlin-Moabit statt. Mit der selbstständigen Anreise von circa 100 Schüler(inne)n und Student(inn)en in ein Kongresshotel begann die Veranstaltung am Freitag, den 13.03., mit der Akkreditierung und der Zimmereinteilung.
Im Anschluss konnte man im unteren Teil des Gebäudes in einem schicken, buffetartigen Restaurant beim sogenannten „Get-together“ zu Abend essen. So konnte man viele neue Leute aus ganz Deutschland kennenlernen. Kurz darauf wurden die Schüler und Studenten zu einer Berlin-Tour bei Nacht eingeladen. Viele Teilnehmende haben bei dem Ausflug noch etwas von Berlin sehen können. Auch wir nahmen daran teil und durften im Nachhinein alleine in Gruppen durch Berlin fahren. Spätestens um 24:00 Uhr sollte man dennoch wieder am Hotel angekommen sein. Danach begann die Bettzeit.
Samstag:
Am Samstag, den 14.03., begann der Tag um 7:00 Uhr mit dem Frühstücksbuffet im Restaurant. Auch hier durften die Teilnehmer und Leiter wieder eigenständig zum Restaurant kommen und gehen.
Um 08:00 Uhr fing der erste Vortrag zu den Themen Fakten, Fake News und Fiktionen von Guido Heinen an, dem Ministerialdirigenten aus dem Deutschen Bundestag in Berlin. Er sprach über viele Informationen zu den Themen aus aller Welt und verschiedenen Zeiten. Danach hatten alle eine 30-minütige Pause.
Im Anschluss haben sich alle Teilnehmer in ihren Komitees getroffen und wurden in die verschiedenen Bereiche eingeteilt – beispielsweise Moderation, Interviews oder Recherche. Es gab zur Auswahl: TV-Redaktion, Print-Redaktion, Podcast-Redaktion und Social-Media-Redaktion.
Ich, Isabell Hollfelder, war in der TV-Redaktion tätig. Eingeteilt wurde ich mit einem anderen Teilnehmer des Kongresses für ein Interview mit der Präsidentin und Leiterin der „Young-Leaders“-Company. Das Interview wurde von unserem Profijournalisten Sascha Hingst, einem Kameramann und einem Tonmann begleitet und gefilmt. Nach dem vierten Versuch haben wir etwas Professionelles auf die Beine gestellt und noch Smalltalk mit den Profis geführt. Kurz darauf folgte die Mittagspause von einer Stunde.
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| Teilnehmer des TV-Magazins auf dem 205. jugend presse kongress in Berlin Bildrechte: "young leaders GmbH" |
Ich, Linnea Schöllnhammer, wurde in das Komitee Podcast eingeteilt. Dort zeigte uns Corinna Budras, wie man einen qualitativen Podcast macht. Sie ist eine deutsche Journalistin und Juristin. Sie arbeitet für die Frankfurter Allgemeine Zeitung als Wirtschaftskorrespondentin in Berlin und schreibt vor allem über Themen wie Recht, Wirtschaft und Digitalisierung. Drei andere Jugendliche und ich sollten uns dann mit dem spannenden, aber komplexen Thema erneuerbare und alternative Kraftstoffe auseinandersetzen.
Nachdem wir die Anleitung bekommen hatten, wie man einen Podcast macht, wusste ich, dass man mit einer kurzen Vorstellungsrunde und einer klaren Idee vom Thema anfängt. Die Folge sollte etwa 30 Minuten dauern und in einfacher, natürlicher Sprache gesprochen sein. Wichtige Punkte werden durch Betonung, Wiederholung und Pausen hervorgehoben. Mehrere Stimmen sorgen für Abwechslung, dabei ist ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe wichtig. Zu Beginn führt die Moderation kurz ins Thema ein, eventuell mit einem spannenden Intro aus Zitaten oder Ausschnitten. Im Gespräch sollte man beim Thema bleiben, Meinungen austauschen und die Zeit im Blick behalten. Eine klare Struktur mit rotem Faden hilft, die Inhalte verständlich zu vermitteln. Beim Interview ist eine gute Rollenverteilung wichtig, und man orientiert sich am vorbereiteten Ablauf. Am Ende fasst ein kurzes Outro die wichtigsten Punkte zusammen und gibt zum Beispiel ein klares Fazit.
Wir sollten besonders bei Professor Doktor Jürgen Krahl aufpassen, da er sich intensiv mit unserem Thema beschäftigt hat. Prof. Dr. Jürgen Krahl ist ein deutscher Wissenschaftler, der sich mit Motorentechnik und alternativen Kraftstoffen befasst. Er lehrt und forscht an Hochschulen und arbeitet daran, den Verkehr umweltfreundlicher zu machen. Ein bekanntes Projekt von ihm ist der alternative Kraftstoff R33-Diesel. Dieser besteht zu etwa 33 % aus erneuerbaren Bestandteilen, zum Beispiel aus Pflanzenölen oder recycelten Reststoffen wie Altspeiseöl. Der große Vorteil ist, dass R33 in herkömmlichen Dieselmotoren verwendet werden kann, ohne dass diese umgebaut werden müssen. Im Vergleich zu normalem Diesel verursacht R33 weniger $\text{CO}_2$ und Schadstoffe und trägt damit zum Klimaschutz bei. Ziel der Forschung von Krahl ist es, bestehende Technologien nachhaltiger zu machen und eine praktikable Übergangslösung hin zu umweltfreundlicher Mobilität zu schaffen. Mit ihm habe ich dann ein fünfminütiges Interview über das Thema geführt.
Um 14:00 Uhr ging es dann auch schon weiter mit einer weiteren Vorstellung von Professoren und anderen Fachleuten:
„Zukunftsziel Nachhaltigkeit – die 17 Sustainable Development Goals der UN“ von Prof. Dr. Josef Löffl
„Alternative Kraftstoffe als Beitrag zu den 17 Sustainable Development Goals der UN“ von Prof. Dr. Jürgen Krahl
„Internationale Automobilindustrie im Wandel“ von Dr. Tsegaye Degineh
„Nachhaltige Friedenssicherung durch Verständigung: Was wir aus der Geschichte Osteuropas lernen können“ von Nicola Remig
Nach der Kaffeepause begann die Medienbörse mit Interviews, Recherchen, Hintergrundgesprächen etc. Dies dauerte zwei Stunden an, danach wurden die Komitees der verschiedenen Bereiche fortgesetzt.
Von 18:15 Uhr bis 18:30 Uhr trafen wir uns im Plenum 05, um die Präsentation unserer Arbeit im vollbesetzten Saal anzuschauen. Am Ende der Vorstellung hielt die Präsidentin von „Young Leaders“ noch eine kurze Rede, um alle Vorgänge des Tages zusammenzufassen. In den darauffolgenden Minuten begannen der Empfang und das Abendessen. Im Anschluss durfte man wie am Vortag in Gruppen bis spätestens 24:00 Uhr in Berlin herumlaufen.
Sonntag:
Am Sonntag, dem letzten Tag des Kongresses, startete unser Tag mit dem Frühstücksbuffet im Restaurant des Moa-Hotels. Der Tag im Allgemeinen verlief entspannt und ruhig. Zunächst hat unser Komitee das Video nochmals angeschaut; Feedback wurde gegenseitig formuliert und gut aufgenommen.
Kurz darauf haben sich alle erneut im Plenum 05 getroffen und die anderen Projekte angeschaut. Im Anschluss wurde noch ein Beitrag von Maximilian Nussbaum über das Thema „Autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz – Revolutionäre Chance oder unkalkulierbares Risiko?“ vorgestellt. Dieser Vortrag dauerte zwei Stunden. Daraufhin begannen das Mittagessen und die individuelle Abreise der Teilnehmer, Experten und Leiter.
Fazit:
Wir müssen sagen, dass es wirklich gut war. Wir würden es definitiv noch einmal machen und auch jederzeit weiterempfehlen. Junge Journalisten, Hobby-Redakteure und auch Anfänger können hier vieles lernen und verbessern.




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