Frankreich-Fahrt des 9. Jahrgangs nach Colmar und Strasbourg

Frankreich-Fahrt 2017  
25. - 27. April
             
Colmar et Strasbourg
Wie auch schon im letzten Jahr, machte sich die diesjährige WP Französisch des 9. Jahrgangs, in Begleitung von Frau Bieringer und Frau Reiss-Kunde, nach den Osterferien auf den Weg ins Elsass. Nach ca. 5 Stunden Busfahrt – unterbrochen durch 2 Boxen-Stopps an völlig überteuerten Raststätten -  kamen wir an unserem ersten Ziel an:  Le Haut-Koenigsbourg in der Nähe von Sélestat.


Die Burg, die bereits im 12. Jahrhundert erwähnt wurde, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach den Wünschen Kaiser Wilhelms II von Hohenzollern restauriert und zu einem Museum des Mittelalters gemacht. Sie gilt als Symbol der germanischen Vergangenheit im Elsass. Nachdem wir die wunderschöne Aussicht (bei eisigem Wind und leichtem Nieselregen) genossen haben, erkundeten wir das Gebäude und bekamen einen Einblick in das Leben zur damaligen Zeit.
Im Anschluss daran sind wir nach Colmar, zu unserer Jugendherberge, gefahren und haben unsere Zimmer bezogen. Gott sei Dank, es gab WLAN und ja, die sprechen tatsächlich Französisch!! In die recht einfachen Zimmer passten 6-7 Schüler (nachts gerne auch mal 10-11 J), nur Hannah und Diana und Jan und Moritz (den wir uns von NW ausgeliehen haben) ergatterten ein 2-Bett-Zimmer. Duschen und Toiletten, um die wir mit einer anderen Schülergruppe kämpfen mussten, befanden sich auf dem Flur; war jetzt nicht optimal, aber auszuhalten.
Nach der ersten kurzen Nacht und einem französischen Frühstück, haben wir am Mittwoch das Musée Unterlinden, ein ehemaliges Kloster, besucht.





Dort machten wir eine Audiotour und konnten uns die Geschichten zu den Bildern und Ausstellungsstücken auch auf Deutsch anhören. Besonders beeindruckend war der „Isenheimer Altar“ von Matthias Grünewald, dies ist das zweitberühmteste Gemälde in Frankreich. Es ist dafür aber sehr viel größer als die Mona Lisa, ätsch! In dem riesigen Museum hätten wir uns fast verlaufen, am Ende haben es aber dann doch alle wieder pünktlich zum Treffpunkt geschafft.
Mit dem Bus ging es mittags weiter nach Strasbourg, einer Stadt, die Deutschland und Frankreich auf besondere Art und Weise miteinander verbindet.










Nach einer kurzen Rally, trafen wir uns im Zentrum an der Kathedrale „Notre Dame de Strasbourg“, die von 1176 bis 1439 erbaut wurde. Natürlich wurde dieses römisch-katholische Gotteshaus ausgiebig besichtigt. (Warum hat die denn jetzt eigentlich nur einen Turm?)  Während einige der Damen mit einer anderen Schülergruppe heftig flirteten und nur schwer loszureißen waren, machte sich der Rest des Kurses nun auf die heißersehnte Shoppingtour und auf die Jagd nach etwas Essbarem. (Wo ist denn der Mc Donalds?) Für diesen Programmpunkt hätten wir uns allerdings etwas mehr Zeit gewünscht!
Nach der zweiten, noch kürzeren Nacht (Frau Bieringer möchte nach wie vor morgens um 1.30 keine Pizza essen!!), erwartete uns am Donnerstag noch ein letztes Highlight: das Europäische Parlament. (Ach ja, fast hätten wir 2 Schülerinnen in der Jugendherberge vergessen.)





Schwer beeindruckt waren wir alle von der strengen Sicherheitskontrolle am Eingang. Wie am Flughafen! Als wir das hinter uns gebracht haben, ging auch schon die Führung los. Zuerst wurde uns ein Kurzfilm über die Geschichte und Aufgaben des Europaparlamentes gezeigt und danach ging es weiter in den riesigen Plenarsaal. Hier tagen einmal im Monat die Abgeordneten der 28, bald nur noch 27(ihr wisst schon, Brexit und so) Mitgliedsländer. Heute war eine Versammlung von Schülern aus ganz Europa da, die die Möglichkeit hatten einem französischen Abgeordneten per Videokonferenz Fragen zu stellen. Danach ging die Führung weiter und uns wurde sogar der rote Teppich gezeigt, über den die wichtigen Politiker bei offiziellen Anlässen ins Parlament kommen.
Den Vorschlag unserer Lehrerinnen noch einen Spaziergang durch das Europäische Viertel zu machen, haben wir erfolgreich abgewehrt (gelaufen sind wir in den letzten Tagen echt genug!) und so machten wir uns gegen 13 Uhr wieder auf den Heimweg nach Deutschland. (Unser erster Halt auf deutschem Boden? Eine amerikanische Fastfoodkette.)
Fazit: Es ist schon cool, wenn man sein Französisch mal ein bisschen ausprobieren kann, wir haben viel Interessantes gesehen und jede Menge Spaß gehabt. Wir können die Fahrt auf jeden Fall weiterempfehlen. Nicht vergessen: eine Mehrfachsteckdose zum Handyaufladen!

Au revoir
WP Französisch 9 mit Frau Bieringer
                                                                                                                 
P.S.: Merci beaucoup à Mme Reiss-Kunde pour l´organisation de ce voyage merveilleux ! 

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